
Familienwappen der Herrschaft und der Burg Adersbach (Zusammenhänge)
Im Mittelalter war es normal, dass jeder Adelige seinen König oder Fürsten, und jeder Bauer seinen Herrn, meistens einen Adeligen, hatte. Ihre Wechselbeziehungen basierten auf dem Eid, der Treue und Ehre und dem Schutz. Die Zugehörigkeit zum Adelsstand verband zum Engagement in vielen Gebieten des Lebens. Die böhmische Elite bildeten mehrere Hunderte Adels- und einige Tausend Kriegerfamilien. Die Geschlechtselite des künftigen Adelsstands formierte sich bereits im 12. Jahrhundert, wo die Landführer auf den Landversammlungen Ordnung und Gerechtigkeit (zur Regierungszeit Wladislaws II.) stifteten. In dieser Zeit beginnt die Entwicklung der Heraldik. Die Aufgabe des Herrschers war „der Schutz des Friedens und der Ordnung“ der gesamten Gemeinschaft und ihres Territoriums. Der Staat war kein Privatgut. Die Premysliden verfügten nicht über ihr Familienbesitz, sondern sie verpflichteten sich zur Regierung auf Grund der Zustimmung der Elite. Die Regionsverwaltung wurde durch einen Burgvogt (Kastellan) vertreten, der für den Betrieb einer größeren Burg sorgte und Kommandant des Ritterkontingentes und Burgverwalter war.
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Der Aufschwung des Landes hatte die Erweiterung von Ortschaften der Krieger- und Verwaltungselite zur Folge. Vordermänner gründeten ihre Meierhöfe gern in der Nähe von großen Burgstätten oder an Handelswegen. Zugleich zog die Elite aus den Zentren und ließ sich in der ferneren Umgebung nieder. Aussichtreich waren Orte am Rand der bestehenden Siedlungen, wo die Aristokratie einen Raum für ihre eigene Kolonisierung erwarb. In unserer Region war das vor allem das Geschlecht Ronovci mit zwei Ronnen (Stangenleiter) im Wappen (Ritter Hron in Náchod), das am Glatzer Landweg und am Fluss Mettau siedelte. Das Geschlecht Schwabenitz /Švábenic hatte vier Pfeile im Wappen (Idik von Schwabenitz) und siedelte am Trautenauer Landweg, an der Aupa und im Teil Schlesiens. Ein wichtiges Geschlecht waren auch die Herren, auf deren Wappen ein Bügel dargestellt war (Tas von Wiesenburg/Tas z Vízmburku), die in einem engen Gebiet zwischen den vorgenannten Herrschaften, das bis zu Wizniow/Vižňov im "Braunauer Ländchen" reichte, ansässig waren. Die Region "Politz/Policko" und später vor allem die Region "Braunau/Broumovsko" am Fluss Stenava entlang befand sich im Besitz des Stiftes Breunau, also der Benediktiner, die sich ihrer strategischen Lage zwischen zwei wichtigen Landwegen in der Nähe des Riesen- und des Adlergebirges bewusst waren.
1213 Ottokar I. Přemysl schenkt dem Stift Breunau/Břevnov die Ortschaft Politzer Hohlweg/Polický újezd. Unter den Zeugen sind in der Urkunde die Hausmeier in Glatz Zbislav und Vilém genannt.
1241 Einfall von Tataren nach Böhmen über Libava. Betroffen wurden die Ortschaften Úpice und Sedloňov.
1253 Ottokar II. Přemysl erlaubt es, den Markt von Prowodow nach Politz zu verlegen. und bestätigt dem Stift Politz sein Eigentumsrecht am Kirchengut im Gebiet der Sandsteinwände hinter der Grenze des Besitzstands des Stiftes.
1255 Festlegung der Grenze zwischen dem Kloster der Jungfrau Maria in Politz und dem Gut von Herrn Peter, Sezemas Sohn, und von Herrn Rubín. Die Wasserscheide zwischen Vižňov und Ruprechtice.
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1260 Ottokar II. Přemysl bestätigt dem Stift Breunau das Eigentumsrecht am Politzer Hohlweg/Polický újezd mit allen Gütern hinter den Wänden. Als Zeugen sind Ritter Hron und sein Bruder Načerat von Náchod, Rubín und Bohuš von Skalitz und Starkstadt genannt.
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1260 Idík-Jiljí von Schwabenitz kolonisiert die Region Trautenau/Trutnov.
1279 Bericht über den Aufstand des böhmischen Herrenstandes gegen Brandenburger: "Sie hatten häufige Kämpfe mit Deutschen ...Tas von Wiesenburg...Herr Hajman/Hynek, wohngeborener Ritter, verfolgte die feindlichen Ausländer, brachte hier ganz viele um, Herr Hajman von Dubá/Hynek z Dubé versetzte auch viele Stöße, von seinen Schlägen donnerte es...
1289 Wenzel II. übergab dem Bolko I. von Schweidnitz-Jauer die Stadt Schönberg und die Dörfer Michelsdorf, Trautliebersdorf, Kindelsdorf und Königshain (Královec); Als Zeugen sind u.a. Veit von Aupa, Tas von Wiesenburg und Hron von Náchod angeführt.
1289 Veit von Aupa aus dem Geschlecht Schwabenitz verkaufte dem Bolko I. die Dörfer Blasdorf (Blažejov), Kratzbach und Merkleinsdorf (wahrscheinlich das heutige Merkelsdorf/Zdoňov). In demselben Jahr kaufte Bolko I. von dem Stift in Opatovice die Propstei in Křesov (Grüssau, Krzeszów) und wandelte sie in ein Zisterzienserkloster um.
1289 Als Nachfolger Hrons von Náchod wird Jeschek/Ješek erwähnt.
1293-1294Tas von Wiesenburg/Tas z Vízmburku wurde Hauptmann in Kraków.
1295 Hajman von Dubá (Hynek z Dubé) wurde Hauptmann in Kraków.
1297 Tas von Wiesenburg/ Tas z Vízmburku zählt zu den wichtigsten Höflingen des Königs Wenzel II.
1348-1355 Im Entwurf des Gesetzbuches Majestas Karolina von Karl IV. ist die Burg Adersbach ("castrum Ebersbach") unter denjenigen Burgen genannt, die zur Verpfändung gestellt werden dürfen.
1354-1359 Hanuš von Adersbach wird als Burgherr in Adersbach und seit 1354 auch als Besitzer der Festung Zbečník erwähnt.
1355-65 Ober Wizniow/Horní Vižňov, Dorf und Festung, Sitz von Jaroš und Licek (von Wiesenburg?)
1359 Hajman/Hynek und Heinrich/Jindřich von Wiesenburg/z Vízmburku stand das „ius praesentandi“ in Merkelsdorf/Zdoňov zu, das in jener Zeit wieder zu Böhmen gehörte (es wurde 1287 an Bolko I. verkauft).
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1362-1372 Tas von Rýzmburk (auch von Weckelsdorf) besaß Güter in der Umgebung der Burg. Er war ein Schirmherr der Kirche in Weckelsdorf/ Teplice n. M. und wahrscheinlich siedelte er sich in der Burg Strzemen/Střmen an.
1364 Čermná- zum Pfarrer wurde Johann/Jan in Anwesenheit von Herren Johann/Jan und Záviš von Adersbach bestellt.
1368-1410 Záviš von Adersbach als Herr der Festung Zbečník erwähnt.
1368 Am 1. Oktober wurde eine Vereinbarung zwischen Hynek ( Hajman) Hlaváč von Dubá, Hynek (Hajman), Jeschek/Ješek von Náchod und Hynek (Hajman) und Hynáček von Wiesenburg/Vizmburk über den gemeinsamen Güterbesitz.
1357-1386 Albert von Skalitz wurde Besitzer der Güter in Adersbach, Svatoňovice, Zálesí und Pertoltice-Božanov. 1359 Adersbach, Burg und Sitz von Albert von Skalitz. Er wird als Schirmherr der Adersbacher Kirche genannt. Zum Pfarrer wurde Nikolaus von Bydzow/Mikuláš z Bydžova bestellt.
1377 Čermná u Náchoda- zum Pfarrer wurde Udalrich/Oldřich mit der Zustimmung des Johann von Dubá/Jan z Dubé und Lev von Adersbach bestellt.
1381 Hynek z Dubé a Náchoda/Hajman von Dubá und Náchod wurde Besitzer der Burgen Adersbach und Strzemen/Střemen. Am 6. Juli 1381 verkaufte Hajman von Náchod und Dubá einem gewissen Machek seinen Hof in Rtyne gegen die Verpflichtung zum Kriegsdienst in der Burg Wiesenburg/Vízmburk in gefährlichen Zeiten. Dem Herrschaftsgut wurde das Weckelsdorfer Gut einverleibt. 1362 war Schirmherr der Weckelsdorfer Kirche Tas von Wiesenburg/Tas z Rýzmburku, 1384 war das schon Hajman von Dubá und Adersbach/ Hynek z Dubé a na Adršpachu. Zur Herrschaft zählte auch Böhmisch Wernersdorf/České Vernéřovice, wo in den Jahren 1372-1418 Schirmherren der Kirche die Besitzer von Adersbach waren.
1393 wird Tomchyn von Adersbach/Tomchyn z Adršpachu erwähnt.
1401 Hajman der Ältere/Hynek starší alias Lýšek, und Hajman der Jüngere/Hynek mladší, Söhne von Hajman von Dubá und Náchod/ Hynek z Dubé a Náchoda (nach 1385 gestorben), wurden Besitzer von Adersbach. Obwohl laut Vereinbarung aus dem Jahr 1368 diese Herren weiterhin im ungeteilten Ganzen lebten, wählte Hynek Lýšek (seine Gattin war Anna von Welhartitz/ Anna z Velhartic) spätestens nach 1406 zu seinem Sitz Adersbach und sein Bruder die Burg Czerwena Hora/Červená Hora. (Ungeteiltes Ganze wurde im Jahre 1410 aufgelöst, nachdem bereits 1401 Johann von Wiesenburg/Jan z Vízmburku und Hajman Hlavac von Trebechowitz/ Hynek Hlaváč z Třebechovic ausgeschieden waren).1406 - Schenkung an den Pfarrer und die Kirche in Č. Kostelec von Hajman von Náchod, Adersbach und Červená Hora/ Hynek z Náchoda, Adršpachu a Červené Hory. 1407-18 – Besitzer von Aderbach war Hajman/ Hynek, Sohn von Hajman von Dubá/Hynek z Dubé.
1402 Jarosch von Wizniow/Jaroš z Vižňova besaß in Adersbach und Hottendorf/Hodkovice die näher nicht spezifizierten Güter, die am 9. Juni 1402 verkündigt wurden.
1417 Zu der Adersbacher Herrschaft wurde von Jarosch von Wizniow/Jaroš z Vižňova das Dorf Chvaleč zugekauft.
1422 Georg von Adersbach/Jiří z Adršpachu besetzte - angeblich gemeinsam mit Johann Mestecky von Opocno/Jan Městecký z Opočna - das Klostergut Opatovice, um von hier aus die Königgrätzer zu schädigen.
1427 Hajman von Adersbach/Hynek z Adršpachu und Hajman von Červená Hora/ Hynek z Červené Hory werden als Angehörige der katholischen Partei in Ostböhmen erwähnt. Kurze Zeit war die Burg ein Bestandteil des festen katholischen Grenzgürtels.
1430 Spätestens in diesem Jahr wurde die Burg Adersbach von Hussiten besetzt und diente zusammen mit den Burgen Wiesenburg/ Vizmburk und Bischofstein/ Skály als Stützpunkt für Züge nach Schlesien. Schon damals wurde Adersbach wahrscheinlich von Johann Krusina von Lichtenburg/Jan Krušina z Lichtenburku beherrscht.
1432 Waffenstillstandsverhandlungen mit Schlesien, es wurde ein zweijähriger Frieden geschlossen. In dieser Zeit durften keine Überfälle in Schlesien von Johann von Wiesenburg/ Jan z Vizmburku (Burg Wiesenburg/Vizmburk), Johann Krusina/Jan Krušina (Burg Adersbach), Matthias und Johann Salava (Bischofstein), Johann/Jan Holec (Náchod) und Nikolaus Trčka/Mikuláš Trčka (Homole) unternommen werden.
1433-1434 Johann Krusina/Jan Krušina von Lichtenburg wurde Besitzer von Adersbach und Hostinné (1434 in Braunau totgeschlagen).
1436 Peter und Johann von Dubá und Adersbach, Söhne von Lýšek, Besitzer der Burg Adersbach. 1437. Nach Sigismunds Tod standen auf Seite der Österreicher Peter von Adersbach, Hajman/Hynek Krušina und Georg von Wiesenburg/Jiří z Vizmburku, auf Seite der Radikaler stand Kolda von Ziampach/Kolda ze Žampachu, auf Seite der Gemäßigten waren Šárovcové, Georg von Podiebrad/Jiří z Poděbrad, Hajman/Hynek z Dubé. 1438 – Krönung von Albrecht von Österreich, an der Krönung nahmen Hajman/Hynek Krušina und Peter von Adersbach/Petr z Adršpachu teil.
1437 Zbečník, Landsitz von Hanusch von Adersbach/Hanuš z Adršpachu, ansässig in Zbečník.
1437 Hajman/Hynek der Jüngere Červenohorský, Cousin von Johann und Peter (kinderlos verstorben im Jahre 1454). Bereits früher war Adersbach zusammen mit den umliegenden Burgen eine Zuflucht für Reste der Hussitenbruderschaften, die von hier aus Schlesien angriffen.
1441 Einem näher nicht bekannten Herrn Adrspoch brannten die Schlesier drei Dörfer ab.
1447 Schlesische Fürsten machten mit Breslau/Vratislav, Schweidnitz/Svídnice, Görlitz/Zhořelec, Bautzen/Budyšín, Zittau/Žitava und anderen Städten Feldzüge und erkauften von Burgherren und Landbesitzern jene Burgen, woher ihnen viele Schäden und Diebstähle erstanden: Wiesenburg/ Vizmburk (Georg/Jiří Vizmburský von Dubá), Adersbach (Hajman/ Hynka Červenohorský, Schatzlar/Žacléř (Hanuš von Warnsdorf), Belver und Bischofstein (Salava). Diese Burgen wurden in bar bezahlt und abgerissen und zerstört, die Dörfer und Bezüge überließen sie aber allen vorgenannten Herren.
1451 Am Landtag in Benešov nahm auch Johann von Náchod und Adersbach teil.
1456 Nach dem Tod von Anna, der Witwe des Beneš von Rýzmburk, erhielt die Burg Rýzmburk Peter von Náchod und Adersbach.
1465 Bohuněk von Adršpach übernahm die Festung in Zbečník.
1465 Johann/Jan Machovský von Adersbach besaß das Städtchen Machov machte es zu seinem Sitz.
1466 Peter von Adersbach und Dubá wurde Besitzer in Ratiboritz/ Ratibořice.
1487 Peter Adersbach von Náchod/Petr Adršpach z Náchoda wurde Besitzer der Burg Rýzmburk. 1487 kaufte diese Burg Heinrich, Fürst von Minsterberg, Sohn von Georg von Podiebrad für Peter Adersbach von Náchod, dessen Vormund er war. Peter machte Rýzmburk zu seiner Residenzburg, der er seine Familiengüter einverleibte.
1508 Nach dem Bericht von Peter Adersbach für seine Gattin Elisabeth von Smirice/Eliška ze Smiřic umfasste die Ryzmburger Herrschaft folgende Güter: Burg Rýzmburk, Städtchen Eipel/Úpice, Žernov, Červená Hora, Rot Kosteletz/Červený Kostelec und alle Dörfer der ursprünglichen Herrschaft Wiesenbug/Vizmbursk und Rot Kosteletz/Červeny Kostelec; Güter in Litobor bildeten eine öde Festung Litoboř mit Hof und Dorf, und ferner die Dörfer Hořičky, Chlístov, Křižanov, Libňatov, Heřmaničky, Olešnice, Lhota Řešetová und das öde Dorf Výrov.
1516 Sigismund Kaufunk/Zikmund Kaufunk sammelte im schlesischen Frýdlant einige Fußsoldaten und bei Hajman Spettl/ Hynek Špetle in Adersbach Knappen, mit denen er in einer Nacht den Johann von Schumburg/Jan ze Šumburku am Marktplatz in Poke überfiel und tötete. Die Breslauer schickten ihren Syndikus Rubisch nach Prag mit der Klage, in der sie angaben, dass Spettl das öde Schloss Adesbach umbaut, weil Kaufunk einen neuen Stützpunkt für seine Angriffe in Schlesien haben wird. Die Klage blieb jedoch erfolglos, denn Sigismund/Zikmund Kaufunk wahrte seine Sache beim Fürstentag 1517 mit gutem Erfolg.
1528 Peter Adersbach von Dubá/Petr Adršpach z Dubé sollte in gewissen Schulden den Hajman Spettl von Johnsdorf/ Hynek Špetle z Janovic vertreten, der dem Peter die Burg Bischofstein/ Skály übergeben sollte. Beide verletzten jedoch den Vertrag und stritten sich oft. Peter wartete nicht auf die Beendigung der Gerichtsverhandlungen und verkaufte 1528 die Burg Bischofstein mit Hof, die öde Burg Adersbach, das Städtchen Starkstadt/Stárkov, die Dörfer Wüstrei/ Bystrý, Skalka, Studnice, Wernersdorf/Vernířovice, Jibka/Jívka, Johnsdorf/Janovice und Medhuj samt Lehensgut und Pflicht und Dienst, die der Lehensmann zur Burg Bischofstein ausübte, zu einem Preis von 2000 Schock an Zdeněk Lev von Rožmitál und a Johann/Jan Krušina von Lichtenburk und stellte ihnen frei, den Hajman nach ihrem Ermessen abzufertigen.
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1528 Zdeněk Lev von Rožmitál und Johannn/Jan Krušina von Lichtenburk besaßen auch die Ryzemburger Güter und verkauften im Jahre 1534 beide Burgen Ryzemburk und Bischofstein/ Skály, die Burgruinen Adersbach/Adršpach, Strzemen/Střemen, Wüstrei/Bystrý und Červená hora samt Zubehör an Johann/Jan von Perštejn und Helfestein.
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1534 Johann/Jan von Perštejn und Helfenstein
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1544 Bernart Žehušický von Nestajov kaufte die Herrschaft in einem so schlechten Zustand, dass er hier sechs verwüstete Burgen und eine verfallene Festung hatte. Er starb als Burggraf des Königgräzer Bezirkes im Jahre 1563 und vor seinem Tod vermachte er sein ganzes Vermögen seinem Onkel.
1563 Johann/Jan Žehušický von Nestajov, Onkel von Bernart, starb schon ein Jahr später und die Herrschaft ging auf seinen Bruder über.
1564 Hertvík Žehušický von Nestajov (seine erste Gattin war Eliška Bohdanecká von Hodkov) verkaufte am 24. Mai 1576 seinen Vettern die Burgruinen Bischofstein/ Skály und Adersbach/ Adršpach, den neu erbauten Hof am Bischofstein mit der Brauerei, die Dörfer Merkelsdorf/Zdoňov, SVATOŇOV mit der Mühle, Ober Adersbach und Nieder Adersbach/Adršpach Horní a Dolní, Hottendorf/Hodkovice, Johnsdorf/Janovice und Libná samt Zubehör bis zur Grenze der Burg Firštenštejn.
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1576 Brüder Kuneš, Václav Adam und Abraham Bohdaneč von Hodkov verkauften die Herrschaft im Jahre 1580 an Mandaléna, Eliška und Lidmila, Schwestern aus Nestajov, welche von ihrem Bruder Hertvík alle seine Herrschaften außer Svojanov und Wüstrei/ Bystré ererbten.
1580 Mandaléna, Eliška und Lidmila, Schwestern aus Nestajov, teilten sich kurz danach im Nachlass. Mandaléna, Gattin von Friedrich/ Bedřich von Újezdec, erhielt die Güter in Ryzemburk und Ratiboritz, Eliška Bohdanecká bekam die Güter in Lhota Řešetova, Weckelsdorf/Teplice und Adersbach/Adršpach und die Söhne von Lidmila, die 1581 starb, Sigismund/Zikmund und Bernard, Brüder Čertorejští von Čertorej na Borovici und Hrušovany besaßen die Güter in Bischofstein/Skaly und Starkstadt/ Stárkov.
1582 Eliška Bohdanecká, Witwe von Adam Bohdanecký von Hodkov (gestorben im Jahre 1562) erhielt für ihren Teil das Dorf Lhota Řešetova, die Burgruine Adersbach/Adršpach und Weckelsdorf/ Teplice. Alles ererbten im Jahre 1589 ihre Söhne Kuneš, Václav und Adam Abraham Bohdanecky von Hodkov.
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1589 Adam Abraham Bohdanecký von Hodkov, der jüngste von Brüdern, erhielt für seinen Teil Ober und Nieder Adersbach, Merkelsdorf/ Zdoňov, Liebenau/Libná, Petříkovice, Slavětín und Bezděkov, und da er keinen Sitz hatte, ließ er im Jahre 1596 eine neue Festung in Nieder Adersbach erbauen. Mit seiner Gattin Beata von Songershaus, sonst von Kaleny zeugte er Söhne Adam Oldřich, Hermann/Heřman, Rohoslav, sowie Töchter, zu deren Vormundin er seine Gattin (1606) bestellte. Als beflissener Lutheraner unterstützte er den Aufstand im Jahre 1618 und starb mit seinem Sohn Rohoslaw am 1. Februar 1620 bei der Explosion im Schloss Gitschin/Jičin. Sein Erbe wurde Sohn Ulbrich/Oldřich. Ihm wurde nach seinem Tode am 16. August 1622 geurteilt ein Fünftel seines Vermögens entzogen. Seine Erben erhielten erst nach langer Zeit etwas Geld. Die Kaiserkammer beschlagnahmte die Adersbacher Herrschaft und verkaufte sie für 30.287 rhein. Gulden im Jahre 1623 an Albrecht Wallenstein.
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1623 Albrecht Wallenstein tauschte den Grundbesitz mit Marie Magdaléna Trčkova gegen die Herrschaft Kopidlno.
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1624 Marie Magdaléna Trčková von Lobkowitz. Den Grundbesitz ererbte ihr Sohn, Kampfgefährte von Wallenstein.
Adam Erdman Trčka von Lípa (Gattin Maximiliana Trčková von Harrach). Bevor er die Erbschaft antreten konnte, wurde die Herrschaft wahrscheinlich von einem Vormund verwaltet, denn im Jahre 1626 wird der minderjährige Oto von Vartenberk als Herr und 1630 Straka von Nedabylice als Vormund genannt. Dann verwaltete die Herrschaft wohl der Trčka selbst, denn am 16. August 1633 war der große Feldherr Wallenstein bei ihm in seiner Burg Adersbach zu Gast. Der bekannte Krieger Trčka starb zusammen mit Albrecht von Wallenstein am 25. Februar 1634 in Eger/Cheb. Nach ihrem Mord wurden die Güter der Toten und ihrer Freunde beschlagnahmt und treuen Generälen und anderen Personen geschenkt. Erst durch diese Beschlagnahme ging der erhebliche Teil des böhmischen Landes in die Hände Fremder über. Adersbach wurde vom Kaiser Jakub de Arlin geschenkt.
(Durch die Ereignisse in Eger wurde die Familie Trčky von Lípa am meisten betroffen, dieses uralte Adelsgeschlecht starb kurz danach aus. Der geschlagene siebenundsiebzigjährige Jan Rudolf Trčka von Lípa, der in kurzer Zeit zwei Söhne und noch vorher zwei Enkel, die Söhne von Adam Erdman, verlor, suchte mindestens einen Teil des Vermögens für seine Töchter und seine Enkelin zu retten. Letztwillig /Testament vom 2. Juni 1634) vermachte er seine Güter in Opočen, Smiřice, Aderrsbach/Adršpach und Žacléř der ältesten Tochter Elisabeth/Alžběta Kinská, sonstige Güter der anderen Nachkommen. Der Kaiser verfügte jedoch über die Herrschaft der Familie Trčka aus eigenem Willen. Im Prozess vom 10.5.1636 wurde endgültig entschieden, dass die Ehre und Güter der Ehegatten Trčka verfielen, und Trčkas Testament wurde am 9.6.1636 in der Landtafel gelöscht und das Vermögen Fremden, vor allem den Teilnehmern der Exekution in Eger und Angehörigen der kaiserlichen Armee, geschenkt. Elisabeth/Alžběta Gräfin Kinský, Ehegattin von Wilhelm/Vilém Graf Kinského von Vchynice und Tetov, der ebenfalls in Eger ermordet wurde, zog in die Niederlande, wo sie im Jahre 1637 zum zweiten Mal heiratete. Ihr Mann war Oberst der schwedischen Armee und tschechischer Emigrant Zdeňek Hodický Graf von Hodice und Olbramovice. Sie starb 1638 in Hamburg.
1635 Jakub de Arlin Baron von Burnival erwarb das Gur auf Grund der kaiserlichen Schenkung. Nach seinem Tod verwaltete die Herrschaft Sigismund/Zikmund Smiedel, Baron von Schmieden.
1643 Ludwig/Ludvík Graf Caraffa, der kaiserliche und spanische Oberst (Graf don Lois de Caraffa) erwarb das Gut Adersbach als Erbschaft von Jakob/Jakub de Arlin von Burnival.
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1655 Wilhelm Albrecht Krakowski von Kolowrat/Vilém Albrecht Krakovský z Kolovrat kaufte Adersbach von Caraffa am 24. April 1655 für seine Söhne und Stiefsöhne, die er mit Anna Katharina verwitwete Štralendorf geborene von Rozdražov hatte. Am 22. November 1661 wurden alle Güter unter betroffene Waisenkinder vierteilt.
1658 Božena Křinecká von Hodějov kaufte die Herrschaft. Da sie eifrige Protestantin war, musste sie ihr Land verlassen. Adersbach/Adršpach gab sie ihrer Schwester Katharina Barbora.
1661 Katharina Barbora, die Tochter von Wilhelm Krakowski/ Vilém Krakovský, erwarb Adersbach als den dritten Teil der Erbschaft mit allem Zubehör und Wäldern, namentlich wird der Wald Starý hrad (Althaus) erwähnt. Am 13. Februar 1662 heiratete sie Leopold Oldřich Libštejnský von Kolowrat. Seit der Zeit war Adersbach der Sitz des jüngsten Zweigs dieses Geschlechts, besonders siedelte hier Leopolds Sohn Johann Norbert Ernst (gestorben 1736). Nach seinem Tode verwaltete die Herrschaft in den Jahren 1738-1742 seine Gattin Marie Anna geb. Colloredo-Walsee als Vormundin ihres Sohnes Josef Jeronymus Libštejnský, bis dieser volljährig wurde. Er starb jedoch bereits 1750 und die Erbschaft hinterließ er seiner Gattin Marie Anna, geborene Gräfin de Magny, die die Herrschaft für ihren Sohn Rudolf verwaltete. Rudolf heiratete Maria Antonia, Gräfin von Blümegen. Es starb schon im Jahre 1772. Dadurch geriet Adersbach in die Hände fremder Familien.
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1772 Marie Antonie, Gräfin von Blümegen, hinterlassene Witwe heiratete zum zweiten Mal, und zwar den Franz/ František Graf Kolowrat und nach seinem Tode ihren Onkel Christoph/ Kryštof Graf von Blümegen. Nach seinem Tod ererbten die Adersbacher Herrschaft sein Bruder Franz/František und sein Sohn Peter im Jahre 1806. Noch im selben Jahr übergab er die Hälfte seinem Schwager Filip Nero Graf Heister. Die zweite Hälfte der Herrschaft erhielt 1813 nach Peters Tod sein Neffe Josef Schaffgotsch. Beide Besitzer verkauften ihre Hälften im Jahre 1820 an Graf von Klarštejn.
1820 Graf Prokop Hartmann von Klarštejn. Seine Vorfahren wurden im Dienste für den Kaiser Ferdinand II. im Jahre in den Adelstand und 1658 von Leopold I. in Herrenstand erhoben. Prokop Hartman von Klarštejn war seit 1792 Landesausschussbeisitzer und zugleich wurde er zum Mitglied der Prager Freimaurerloge. 1828 verkaufte er die Herrschaft Adersbach an Johann Nepomuk Nádherný zu einem Preis von 152.000 Gulden.
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1828 Johann Nepomuk Nádherný (1772-1860) war im Jahre 1838 in den Adelstand erhoben. Die Adersbacher Herrschaft überließ er seinem Sohn Ludwig/Ludvík.
1838 Ludwig Karl Ritter Nádherný von Borutín (1800-1868) wurde 1865 in den Ritterstand erhoben.
(Der russische General Adeliger von Elsewanger, die Herrschaft ging mit der Eheschließung auf die Familie Elsenwanger – Johann und Konstantin über. Der letztgenannte starb 1875 in Prag. Danach besaß das Herrschaftsgut wieder die Familie Nádherný von Borutín, die im Jahre 1898 in den Freiherrstand erhoben.)
1895 Baron Konstantin Nádherný, der letzte Herrschaftsbesitzer (1877-1958), k. k. Oberleutnant in der Reserve. Güter: Adersbach/Adršpach, Jistebnice, Vlásenice. 1909 heiratete er Karola Gräfin Gudenus (gestorben 1966 in Eferding).
1934 Otmar Nádherný übernahm die Führung. Seine Mutter "Frau Baronin" ließ den Rhododendrongarten errichten. Bi zu ihrem Tod 1966 lebte sie bei ihrer Tochter Gräfin Haugwitz in Eferdig in Oberösterreich.
Die letzten Herrschaftsbesitzer
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Quellen und Literatur:
Čížek, J. Slavík, J. 1998: Adršpach, hrad Jana Lucemburského? Castelologica Bohemica 6.
Hejna, A. 1986: Písemné prameny k dějinám severovýchodních Čech.
Hraše, J. K. 1895: Dějiny Náchoda, I. Díl. Náchod.
Ludvík, M. J. 1857: Památky hradu, města a panství Náchoda i vlastníkův jeho.
Sedláček, A. 1887: Hrady, zámky a tvrze království českého V.
Sedláček, A. 1925: Českomoravská heraldika.
Vaníček, V. 2000: Velké dějiny zemí koruny české II. 1197-1230.