
Geschichte, Besiedlung und Entdeckung der Felsen
In lang vergangenen Zeiten war das Gebiet der Adersbacher Felsen ein riesiger Urwald. Der ganze Komplex der Grenzgebirge einschließlich der Riesengebirge und Adlergebirge wurde seit der Römerzeit Hercynsky-Wald genannt, durch den ein alter Wanderweg bis zur Ostseeküste führte. Aus der Umgebung des Heiligenberges in der Nähe von Adersbach stammt der originelle Fund einer tiefen Schüssel und ein paar Keramikbruchstücke aus der jüngeren La-Tene-Zeit.
Vor der Entstehung des Staates der Primisliden war das ganze Gebiet der Ostböhmen unter der Herrschaft vom Slawnick-Geschlecht. In der Urkunde von Heinrich IV. wurde das Gebiet noch im Jahre 1086 als Territorium der anderen Kroaten bezeichnet.
In den ersten historischen Berichten, die die Felsenformationen aus Sandstein betreffen, wird das Falkengebirge erwähnt. Den treffenden Namen belegen zum ersten Mal in den Jahren 1213 und 1229 Urkunden aus dem Kloster Brzewnov. In dieser Zeit der Kolonisation wurde auch eine Gruppe der Adersbach-Wekelsdorfer-Felsenstädte parallel von beiden Richtungen betroffen - von der östlichen Seite entlang des Flusses Metau und von der westlichen Seite entlang des Flusses Døevíè (Olšovka). Der Ausgangspunkt war wahrscheinlich Stárkov.
Ende des 13. Jahrhunderts entstanden am Fluss Metau Wekelsdorf und im Felsengebiet zwei Burgen - Stømen und Adersbach, später die dritte Burg Felsen, die feste Schutzpunkte in der wilden Landschaft bildeten.
Münzen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Archäologischer Fund in Ober Adersbach.
Mitte Mai 1981 wurde bei Erdarbeiten ein Münzdepot entdeckt. Die im Bodenaushub gestreuten Münzen wurden weggestohlen. Der Fund wurde unterschlagen und erst später wurden 21 Münzen abgefangen, die Kinder ins Museum in Braunau und in die Schule mitbrachten. Die Münzen wurden ursprünglich in einem Lederbeutel aufbewahrt, dessen Abdruck auf einer der Münzen erhalten blieb. Die Münzen wurden nach dem Jahr 1629 vergraben. Zurzeit befinden sich die Münzen im Kreismuseum Náchod.

Der gesicherte Teil des Funds umfasste:
- 7 Dreikreuzerstücke (auch Landgroschen, Kaisergroschengenannt) des Ferdinand II. (1619-1637)
- 2 schlesische 24-Kreuzerstücke
- 5 österreichische Dreikreuzerstücke
- Mariengrosche Abtei Hervorden
- Halbbatzen Pfalz- Simmern
- sächsischer Halbtaler aus 1624
Im Gesetzbuch-Entwurf von Karl IV. wird die Burg Adersbach unter dem unveräußerlichen königlichen Vermögen genannt (das man jedoch verpfänden kann).
Die Adersbacher Felsenstadt machte sich als erste durch die Sehenswürdigkeit und durch romantische Felsenerscheinung sichtbar. Ihr ältester Kenner war der damalige Hauptmann des Kolowrat-Regiments Ignac Dobrava, der mit ein paar Berichten über Adersbacher Felsen zu einem Aufsatz beitrug, den der Vorsteher der evangelischen Schule in schlesischer Schweidnitz, Gottfried Langhans, im Jahre 1739 herausgab. Dazu wurde die bisher älteste bekannte Abbildung der Felsen beigelegt - ein Kupferstich von Michal Rentz (26 x 14,5 cm).
Schlesischer Krieg, Siebenjähriger Krieg und der letzte Mohikan
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Es gibt ein Zitat von dem Intellektuellen, dem Krieger und dem Soldatentouristen Friedrich II.: "Wer die Adersbacher Felsen, die Fürstenkapelle in Grüssau und das Knochenhaus in Sedlc nicht sah, der sah keine Natur, Schönheit und Kunst."
Maria Teresia empfing die böhmische Krone am 29.4.1743 in Prag und F. Hampel ließ zu dieser Gelegenheit die Mariensäule Mariensäule in Adersbach erbauen. Das Jahr 1745 ist das älteste Datum aus der Felsengrotte hinter Spálený mlýn, aus der Zeit des Zweiten schlesischen Kriegs (1744-1745), als sich die Bevölkerung wieder in den Felsen versteckte.
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Während des Siebenjährigen Kriegs (1757-1763) versteckte sich wieder ein Bevölkerungsteil von Adersbach in den Felsen, was zwei übriggebliebene Jahresangaben (1757 und 1762) in der Felsenkapelle hinter Spálený mlýn belegen. Hinter Vižòov und im Gebiet Namens Hony gibt es sog. Laudon-Wälle aus dem Jahre 1758. Der General Laudon besetzte in dieser Zeit auch Wekelsdorf mit der Umgebung.
Die damit verbundenen Ereignisse des Siebenjährigen Kriegs verewigte J.F.Cooper in seinem Roman "Der letzte Mohikan".
Im Jahre 1770 besuchte der Dichter Johann Wolfgang Goethe die Felsen und war begeistert.
Kartoffelkrieg, Preußischer Schauer oder auch Pflaumengeschrei
Auf das Jahr 1779 bezieht sich die älteste bekannte Landkarte, in der Adersbacher Felsen eingetragen sind, die im Jahre 1789 in Berlin herausgegeben wurde. Es ist eine preußische Stabslandkarte, die sich auf die Ereignisse des Kartoffelkriegs oder des Preußischen Schauers, wie ihn Josef Myslimír Ludvík in seiner Náchod-Geschichte nannte, bezieht. Kartoffelkrieg deswegen, weil die Bewohner zum ersten Mal Kartoffeln kennenlernten, die in Preußen geläufig waren und mit denen die preußischen Soldaten bei ihren Ausfällen viel versorgt wurden. Josef Dobrovský besuchte hiesige Felsen im Jahre 1781 und aus Bewunderung schrieb er darüber Versen in altgriechischer Sprache ins Adersbacher Gedächtnisbuch.
The oldest map in which the Adrspach Rocks is plotted was published in 1789 in Berlin and is connected to the year of 1779. It is a Prussian military staff map used during the "Potato War" or also the "Prussian Shower". These names were given to the war by Josef Myslimir Ludvik in his History of Nachod book. The war was nicknamed "the Potato War" because the people in this region acquainted themselves with potatoes for the first time. Potatoes had already been common in Prussia and Prussian army was well-stocked with them. The Czech name for potatoes "brambory" is probably derived from "Brandenburg".
In 1781 Adrspach Rocks was also visited by Josef Dobrovsky. With unfeigned admiration he wrote verses in the ancient Greek language into the Adrspach visitors' book.
Josef Dobrovský besuchte hiesige Felsen im Jahre 1781 und aus Bewunderung schrieb er darüber Versen in altgriechischer Sprache ins Adersbacher Gedächtnisbuch.
"Im Mai 1813, am Samstag vor Abend, marschierten unerwartet aus Schlesien nach Brùmov etwa 3000 französische Fußsoldaten ein… Nach 22 Uhr, in der dunklen Nacht, brachen sie wieder auf in Richtung Adersbach, um die Ihrigen in Sachsen zu erreichen.-"
Josef Myslimír Ludvík: Památky hradu, mìsta a panství Náchoda, i vlastníkùv jeho. 1857